Das regionale Integrationskonzept in der Grundschule Heinrichstraße

Was bedeutet Regionales Integrationskonzept?

Seit dem Beginn des Schuljahrs 2001/2002 nimmt unsere Schule am Schulversuch zum Regionalen Integrationskonzept in Braunschweig teil.

Im Rahmen dieses Schulversuchs unterrichten eine Förderschullehrerin und ein Förderschullehrer an der Grundschule Heinrichstraße. Ihnen stehen dafür insgesamt 30 Unterrichtsstunden pro Woche zur Verfügung. Das ist eine für die Grundschule wichtige, aber auch eine sehr begrenzte Hilfe.

Mit diesem Schulversuch werden zwei Ziele verfolgt:

-Schulleistungsprobleme sollen so frühzeitig wie möglich erkannt werden. Durch gezieltes Fördern soll langanhaltendes Schulversagen vorbeugend vermieden werden. Vorbeugen ist besser als heilen!

-Kinder mit einem festgestellten sonderpädagischen Förderbedarf, die bisher in die Förderschule umgeschult worden wären, sollen bis zum Ende des 4. Schuljahres an der Regelschule -also an unserer Schule- verbleiben. Sie werden dort gemeinsam mit den anderen Kindern, aber nach unterschiedlichen Zielen und Anforderungen unterrichtet. Damit soll verhindert werden, daß diese Kinder frühzeitig ihre gewohnte soziale Umgebung verlassen müssen und ausgegrenzt werden.

Mit der Teilnahme am Schulversuch macht die Grundschule Heinrichstraße erneut deutlich, daß sie sich für möglichst alle Kinder in ihrem Einzugsbereich zuständig fühlt und daß sie versucht, alle Kinder -auch die mit besonderen Problemen und die mit besonderen Stärken- ihrem Vermögen entsprechend zu fördern und zu fordern.

Welche Schülerinnen und Schüler werden gefördert?

Die Förderschullehrerin und der Förderschullehrer arbeiten mit Kindern, für die die bisherigen Fördermöglichkeiten der Grundschule nicht ausreichen. Diese Kinder kommen durch eigene Beobachtungen der Förderschullehrkräfte oder auf Vorschlag der Grundschullehrkräfte in die Förderung. Über Art, Umfang und Dauer der Förderung entscheiden die Förderschullehrkräfte in enger Abstimmung mit den Klassenlehrerinnen. Die Eltern werden unterrichtet, wenn ihre Kinder längere Zeit an dieser Förderung teilnehmen.

Wenn ein Kind von den Förderschullehrkräften gefördert wird, bedeutet dies keinesfalls, daß es später zur Förderschule wechseln wird. Ein solcher Weg soll im Gegenteil durch diese Arbeit möglichst verhindert werden. Übergroße Ängste sind nicht hilfreich.

Wie wird im Regionalen Integrationskonzept gearbeitet?

Förderschullehrkraft und Klassenlehrer beraten gemeinsam, welche zusätzlichen Hilfen ein Kind benötigt. Der Förderschullehrer arbeitet dann innerhalb der Klasse gemeinsam mit der Grundschullehrkraft (integrativ) oder in einer Kleingruppe in einem anderen Raum mit dem Kind. Dabei geht es darum, Voraussetzungen für ein erfolgreiches Lernen z.B. in der Feinmotorik und in verschiedenen Wahrnehmungsbereichen zu entwickeln oder an tiefer liegenden, häufig weiter zurückliegenden Lernproblemen zu arbeiten: Es kann z.B. sein, daß ein Kind, dessen Lerngruppe schon im Zahlenraum bis 1000 rechnet, die Aufgaben bis 10 nur mit Hilfe der Finger lösen kann. Dann hilft es nicht, die Aufgaben, die jetzt in der Klasse gestellt werden, zusätzlich zu üben, es ist vielmehr notwendig dort anzusetzen, wo das Lernproblem des Kindes liegt. Um einen Vergleich zu wählen: Man kann nur dann an dem oberen Stockwerk eines Hauses weiterbauen, wenn die Fundamente ausreichend gesichert sind.

Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen:

Auch die Möglichkeiten, die durch den Schulversuch zur Verfügung gestellt werden, sind sehr begrenzt. Teilweise ist auch die Fachkompetenz anderer Berufsgruppen gefragt. Wir werden Ihnen daher -wenn erforderlich- anraten, andere Fachleute und Einrichtungen einzuschalten (z.B. Kinderärzte, Erziehungsberatungsstelle, Sprach- und Ergotherapeuten, Legasthenieverein, Dyskalkulieförderung usw.). Wir bitten Sie als Eltern dann die entsprechenden Schritte zu tun und sind gerne zur Zusammenarbeit mit diesen Einrichtungen bereit.

An wen können Sie sich wenden? Was können Sie tun?

Wenn Sie Sorgen wegen der schulischen Entwicklung Ihres Kindes haben, können Sie sich jederzeit an die Klassenlehrerin wenden. Auch die Förderschullehrkräfte stehen Ihnen gerne zu Gesprächen zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie dafür telefonisch einen Termin. (Die Telefonnummern finden Sie unten.)

Bei Schulschwierigkeiten sollten Sie an folgendes denken:

- Weder Schule noch Elternhaus alleine können Ihrem Kind helfen. Die Mittel der Schule sind begrenzt. Wir sind auf die Zusammenarbeit mit Ihnen und auf Ihre Unterstützung angewiesen. Auf die Eltern kommt es entscheidend an!

- Die Lehrkräfte versuchen im Rahmen ihrer Fachkompetenz und der zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zu helfen. Vertrauen Sie ihnen und versuchen Sie Ratschläge -so gut es geht- auch umzusetzen

- Ängste und Ärger sind keine guten Ratgeber! Versuchen Sie mit Ruhe an das Problem heranzugehen! Erwarten Sie nicht zuviel, aber auch nicht zuwenig von Ihrem Kind. Nicht jede Schwierigkeit lässt sich ausräumen, manchmal muss man auch damit leben können

Im Rahmen des Regionalen Integrationskonzepts an der Grundschule Heinrichstraße tätige Förderschullehrkräfte:

1. Svenja Hagelstein 05307/201704

2. Hans-Heinrich Hilbrich 0531/347522

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