Aus der Geschichte unserer Schule
Im Jahre 1895 hat man begonnen, die Schule Heinrichstr. 30 Braunschweig zu bauen. 1896 wurde sie fertig. Diese Jahreszahl ist auf einer alten Wetterfahne zu lesen, die nach ihrer Renovierung wieder auf dem Dach der Schule angebracht werden soll. Eine Bauzeit von knapp zwei Jahren ist für ein so großes Gebäude recht kurz, wenn man bedenkt, daß es damals noch keine riesigen Baukräne gab. Das Baumaterial mußte über Flaschenzüge oder gar auf dem Rücken über Leitern nach oben geschafft werden.
Im Jahre 1897 wurden die ersten Schüler eingeschult, zu Ostern, wie es damals üblich war. Die Schule hieß damals Bürgerschule Heinrichstraße. Jungen und Mädchen hatten getrennt Unterricht: die Jungen im Westflügel, die Mädchen im Ostflügel. So blieb es bis zum 2. Weltkrieg. Rektorzimmer, Geschäftszimmer (Sekretariat), Lehrerzimmer und Hausmeisterwohnung waren im Mitteltrakt des ersten Stocks und des Erdgeschosses.untergebracht. Die Durchgänge von einem Flügel zum anderen durften von den Schülern nicht benutzt werden. Es gingen damals Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren in unsere Schule. Für die älteren Schüler gab es einen Physikraum (heute Medienraum) und einen Zeichensaal (heute Aula) im 2. Stock und Werkräume im Keller.
Die Schule Heinrichstraße hatte eine für die damalige Zeit sehr moderne Heizung: Ein großer Kohleofen im Keller heizte die ganze Schule. Durch viele Luftschächte, die in den dicken Flurwänden eingebaut waren, stieg die heiße Luft nach oben und wurde durch vergitterte Löcher in die Räume geleitet. In allen Räumen hing ein großes Thermometer, das der Hausmeister vom Flur aus durch ein Guckloch beobachten konnte. Je nach Temperatur. stellte er die Klappen der Heizschächte ein.
Im 1. und 2. Weltkrieg waren die Schüler vorübergehend ausquartiert. Das Gebäude diente als Lazarett. Ein großes rotes Kreuz in einem weißen Feld wurde auf das Dach gemalt. Die kleinen Abstellkammern im Westflügel waren in jener Zeit Toiletten.
Seit 1975 ist unsere Schule eine reine Grundschule.
Im Rahmen der Sanierung von Altbauten begannen 1980 Renovierungsarbeiten an unserer Schule. Zuerst wurden Fenster und Türen erneuert. Im Herbst 1980 verlegte man die Räume der Schulleitung, das Lehrerzimmer und die Hausmeisterwohnung ans Ende des Westflügels. Neu hinzu kamen ein Elternsprechzimmer und Lehrertoiletten. Die hölzernen Trennwände des Mitteltraktes wurden abgerissen, die Flure durch feuerfeste Schwingtüren voneinander getrennt. Sie bekamen Zwischendecken, hinter denen die elektrischen Leitungen verschwanden.
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